Die Fäden in der Hand halten.
Die Sessions fanden im Laufe des Jahres 2024 im Albertinum statt, innerhalb der ostZone-Reihe, einem öffentlichen Forum begleitend zu "Revolutionary Romances? Globale Kunstgeschichten in der DDR", einer Ausstellung über globale Kunstgeschichte in der DDR. Jede Session war offen für eine neue Gruppe. Die Teilnehmenden arbeiteten mit Fotografien, die für die Sessions bereitgestellt wurden: Bilder aus der Sammlung des Museums, die mit den Themen der Ausstellung verbunden waren, und Fotografien des DDR-Alltags aus dem persönlichen Archiv von Dr. Verena Böll, der Kultur-Aktiv-Organisatorin, die das Programm verantwortete.
Jede teilnehmende Person nahm ein Foto und eine Nadel und stickte hinein, fügte hinzu, was das Bild in ihr auslöste: ein Gefühl, eine Erinnerung, was ein Mensch auf dem Foto bedeutete. Die Fotografien blieben nicht flach. Für das Workshop-Programm hatten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Kultur Aktiv e.V. beauftragt, die eine Künstlerin suchten, die persönlich mit den Geschichten der Ausstellung verbunden war, und sich an Bela wandten. Zwei der drei öffentlichen Sessions waren mit Montserrat Butter als Zeugin: einer chilenischen Frau, die 1980 als politische Exilantin nach Dresden gekommen war. Nach den ersten beiden öffentlichen Sessions lud das Albertinum Bela ein, eine vierte Session für die Mitarbeitenden des Museums zu leiten.
Der Workshop endete nicht mit der Ausstellung: Als Foto-Stickerei ist er unterwegs und kann von Museen, Bibliotheken und Unternehmen gebucht werden.